Chörli

Rückblick Turnerchörli

1945 gründete Peter Aeby, Gründungsmitglied des TVD, das Chörli, weil es ihn ärgerte, dass die Turner an den Turnfesten so schlecht sangen. 50% (!!) der Aktivturner waren damals im Chörli (ca12 Männer). Mit 6 Dirigenten (Peter Aeby, Patrick Hungerbühler, Magnus Hungerbühler, Peter Rumo, Hans-Ueli Krummen, Cornelia Fasel) hat das Chörli viele Hochs und einige Tiefs erlebt.

Auftritte am jährlichen Turnerabend, an runden Geburtstagen der Mitglieder (heute Jubilarenapero), an Hochzeitsfesten, beim Empfang erfolgreicher Turner, an Delegiertenversammlungen verschiedener Turnverbände, in Alters-und Pflegeheimen standen regelmässig auf der Agenda. Ein Höhepunkt war die CD-Aufnahme als Anlass zum 50-jährigen Bestehen im Jahre 1995.

Auf mehreren Reisen pflegte man die Kameradschaft und knüpfte Kontakt zum Coro Mottarone aus Omegna/Italien. Daraus ergab sich ein Auftritt in Italien 1998 und ein Unterhaltungsabend im Mai 2000 in Düdingen im Bahnhofbüffet. Zwei wunderbare Erlebnisse.

2013 wünschte sich die damalige Präsidentin ein gemischtes Chörli als Gratulant zu ihrem runden Geburtstag. Die Frauen wurden aufgenommen und am Turnerabend 2014 wurde zum ersten Mal offiziell gemischt gesungen.

Krisen – kennt das Chörli: bereits 1960 wurde der schlechte Probenbesuch beklagt, ab 1974 sollte ein Obmann mehr Stabilität bringen, 1985 wurde über das Weiterbestehen hart diskutiert, 2014 half der gemischte Chor über die Runden, 2020 Corona. Der einjährige Unterbruch liess den Chormitgliedern Zeit nachzudenken und bewog einige zum Austritt. Nun haben wir uns nach 75 Jahren zur Auflösung entschlossen.

Was bleibt: wunderschöne Erinnerungen an gemeinsame Erlebnisse, gute Proben und Auftritte (die meisten jedenfalls), heisse und entspannte Diskussionen – Freundschaften.
Danke allen, die dies alles ermöglichten. Ein „Riesenmerci“ geht an Oswald Bapst, unseren Obmann seit 1995. Ohne ihn und seine unermüdliche Motivation gäbe es den Chor wohl schon längere Zeit nicht mehr. Danke auch dem TSV, der immer hinter „seinem“ Chörli stand und es unterstützte.

Singe macht Früüd – das bleibt in unseren Herzen!